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J.A. 777 – Auf der Jagd nach dem Phantom...

Ein Phantom besitzt die lästige Eigenschaft, sich Allem und Jedem zu entziehen und mit allen Mitteln zu verhindern, entdeckt oder enttarnt zu werden. Wie ein Gespenst oder ein Geist ist es sein größtes Bestreben, uns Nichts, aber auch rein gar nichts von ihm wissen zu lassen. Es hat weder ein Gesicht, noch eine Stimme, es liefert uns keinen angreifbaren Körper, irgendetwas, das es uns erlauben würde, sich wenigstens seiner Vorstellung zu bemächtigen oder ihm tatsächlich habhaft zu werden. Es ist wie verflucht, könnte man sagen. Das Phantom ist ein Fluch, der auf der Gemeinschaft liegt. Es ist wie ein obskurer Schatten, ein Geheimnis, das vom Schein des Lichts an die Wand geworfen wird, und zwar von jedem Objekt, von jedem Ding und jeder Person, mit der es in Berührung kommt. Ich habe jedenfalls keine Zweifel, dass es sich bei Herrn Johann Alexander um ein Phantom handelt, um genau so einen Schatten, der es sich, das muss man mit Bedauern anerkennen, in dieser unserer Stadt namens Innsbruck bequem gemacht hat. Was wissen wir über ihn? Welche Erkenntnisse können wir als gesichert annehmen? Nun. Sehr wenig. Die Beweise für seine nackte Existenz sind rar. Außer Indizien haben wir noch relativ wenig in der Hand. Immerhin haben wir einige, ja sogar recht viele Artikel auf dieser Seite, auf provinnsbruck, die seine Handschrift tragen. Na gut, vielleicht nicht gerade seine Handschrift, aber immerhin Dinge, die unmittelbar aus seiner Feder stammen. Aus diesen Texten wissen wir, oder können jedenfalls die Vermutung anstellen, dass Herr Alexander sich sehr für Fahrräder zu interessieren scheint, für Fahrradwege und Straßen. Ebenfalls scheint er einen Faible oder eine Vorliebe zu besitzen für Orte und Plätze, Brücken womöglich, für bestimmte Geschäfte in der Stadt sowie für verschiedene Menschen, die er fotografiert, ablichtet...

„Ich verbinde Wissen mit Macht“...

Jeder Gegenstand, der lebt, spielt in gewisser Weise eine Rolle in unserem Leben. Seine Bedeutung ergibt sich oft aus dem Zusammenhang, aus seinem Gebrauch oder seiner Form. Oder dem Zweck, für den er gemacht wurde. Brücken sind eine faszinierende Erfindung. Man könnte sagen, sie sind die Retter der Welt. Wo wären wir Menschen heute ohne Brücke? Es wäre schwierig, ja beinahe unmöglich, bestimmte Hindernisse wie Ozeane oder Flüsse zu überwinden. Wir wären gezwungen, auf einer Seite zu bleiben, einseitig, jedenfalls unvollständig. Brücken schaffen Verbindungen, und zwar auf Dauer. Und das schönste ist: diese Verbindungen werden auf einem festen Fundament gebaut. Müssen sie, da die Brücke sonst einzustürzen droht, was ja gelegentlich auch passiert. Selten, aber doch. Wie es im Fall der Reichsbrücke in Wien geschehen ist. Im August 1976 war das. Innsbrucks Brücken scheinen sicher und vor Einstürzen gefeit. Zum Glück. Sie wirken allesamt massiv und fest. Was aber wissen wir über Innsbrucks Brücken, habe ich mich in diesen Tagen gefragt. Wenn wir ehrlich sind: Wenig, was irgendwie schade ist. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, mich dieser faszinierenden Bauwerke anzunehmen und sie einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Sind diese doch gewissermaßen Pfeiler unseres Zusammenhalts, unseres Zusammenlebens, und werden insofern gerne und konsequenterweise als Bild dafür verwendet oder politisch beschworen. Es sprechen also einige Gründe dafür, hinter die Fassade und unter das Tragwerk zu blicken und sie nicht nur aus pragmatischen Gründen zu überqueren, die Brücke. Den Beginn mache ich mit der Universitätsbrücke, dieser alten Dame, die ein bisschen westlich außerhalb Innsbrucks Zentrum liegt und, wie der Name schon sagt, ihren Namen von der nahe gelegenen Universität erhalten hat. Aber fragen wir sie selbst, ich habe ein kleines Gespräch mit der Universitätsbrücke geführt, und sie nach ihrem Wesen, ihrer Art zu leben und ihren Vorlieben befragt....

„Don’t look back in Anger“...

Am letzten Freitag ist die Bombe geplatzt. Sozusagen. Denn für viele Insider ist es vielleicht gar keine so eine große Überraschung gewesen, dass der Weekender Club sein Ende ankündigt. Irgendwann ist schließlich mit allem Schluss. Und aufhören soll man bekanntlich dann, wenn es am Schönsten ist. Insofern ist der Zeitpunkt, den Weekender-Chef Andy Anderson Franzelin für die Bekanntgabe des Rückzuges gewählt hat, gut gewählt. Leicht gemacht haben es sich seine Mitstreiter und er ohnehin nicht, wie sich nun herausstellt. Ich habe Andy Franzelin gestern Mittag zu einem ausführlichen Interview im Weekender-Office getroffen, in dem die Geschicke des Clubs geleitet und die Geschäfte geführt wurden. An jenem Ort, an dem interessante und spannende Konzerte geplant und organisiert wurden, etwa jenes von Ex-Libertines und Ex-Babyshambles-Sänger Peter Doherty. Dort haben wir uns über Hintergründe und Zukunftspläne, politische Reaktionen, Macht und Reichtum unterhalten. Der Musikclub ist ein magischer Ort, an dem viele Freundschaften und Liebschaften nicht nur gelebt, sondern womöglich erst begonnen werden und entstehen. Es ist ein sozialer Treffpunkt, ein menschlicher Schmelztiegel und eine dreidimensionale Beziehungskiste. Der Musikclub ist auch ein Ort, an dem kleine musikalische Märchen zu großen Geschichten werden. Das Wunder von Wanda etwa, das in der Tschamlerstraße seinen Anfang nahm. Und und und. Die Liste renommierter Bands, die dem Weekender ihre Aufwartung gemacht haben, würde alleine einige Artikel füllen. Weil aber Platz knapp und Zeit Geld ist, erspare ich uns jegliche Art dieses letalen Abgesangs oder präsumtive Nachrufe, die im Nichts verhallen, und schreite stattdessen zur Tat des Gesprächs. Johann Alexander (JA) und Andy Anderson Franzelin über die Causa prima locuta, aufgezeichnet am 17. Januar 2017. JA Andy. Ich darf Andy sagen? AAF Ja. JA Danke. Andy, ich habe zwei Steine für Dich mitgebracht. Der linke Stein steht für Reichtum, der rechte Stein für Macht. Für...

Feuer! Die Bocksiedlung brennt...

Großbrand in der Bocksiedlung. Feueralarm. Einsatz in der Siedlung. So und so ähnlich titelten am 18. Juni 1963 die Zeitungen in Tirol und schrieben über nichts weniger als das Großfeuer in der legendären Innsbrucker Bocksiedlung. In der Tat ist die Siedlung Stunden zuvor zu einem beträchtlichen Teil abgebrannt, viele Familien obdachlos und deren Lebensgrund komplett zerstört worden. Wie ist es dazu gekommen? Und was war überhaupt die Bocksiedlung und warum gilt sie als legendär? Die Umstände des Brandes in der Bocksiedlung im Jahr 1963 sind jedenfalls bis heute ungeklärt. Gerüchte gab es zu Hauf, unter anderem jenes, die Siedlung sei angezündet worden, und zwar mit Absicht, um dem Treiben, das dort angeblich seit dreißig Jahren geherrscht hat, ein Ende zu setzen. Bestätigt wurde diese Geschichte freilich ebenso wenig wie das Gerede vom angeblichen wilden Treiben, von kriminiellen Betätigungen oder sonstigen Missständen. Im Gegenteil: das Zusammenleben und der Zusammenhalt, die gegenseitige und auch außerhalb der Siedlung gepflegte Hilfsbereitschaft sei sogar besonders auffällig gewesen, berichten Zeitzeugen und ehemalige Bewohner. Faktum ist, dass die Stadt nach Ende des 2. Weltkrieges ihr Programm zum sozialen Wohnbau massiv vorangebtrieben hat. Der Bau von hunderten Wohnungen und neuen städtischen Wohnblocks im städtischen Hoffnungsgebiet Nummer eins, der Reichenau, tangierte und überschnitt sich aber mit dem Gebiet und den Grenzen der Bocksiedlung. Diese ist seit Beginn der 1930er Jahre dort entstanden, wo heute die Andechsstraße, Gumppstraße, Radetzkystraße und Langer Weg liegen. Die akute Wohnungsnot der Zwischenkriegszeit in Kombination mit dem sozialen Elend und der Armut dieser Zeit sind wohl vordergründig die Auslöser für den Siedlungsbau gewesen, der von ihren Bewohnern in Eigenregie und mehr oder weniger „wild“, das heißt großteils ohne die erforderlichen Baugenehmigungen, in Angriff genommen wurde. In zweiter Linie werden aber wohl auch andere Gründe...

Mit Poesie wider den Nazigeist...

Innsbruck hat nicht nur eine schöne, es hat auch eine dunkle Geschichte. Eine dunkle Vergangenheit, die unserer aller Vergangenheit ist. Eines gleich vorweg: Man will hier keineswegs über Schuld oder Verantwortung, Täter oder Opfer sprechen, Urteile fällen oder Ähnliches. Es geht schlichtweg darum, den Zugang zu dieser Geschichte zu eröffnen und zu ermöglichen, den Weg frei zu machen für Wissen, Information, Aufklärung und Reflexion. Von so einem geschichtsträchtigen Mann, von dessen Leben aber die wenigsten BewohnerInnen Kenntnis haben, und zwar weder Alte noch Junge, war Friedrich Punt. Friedrich Punt war ein Innsbrucker Rechtsanwalt, der, im Jahr 1898 geboren, das Schicksal vieler Menschen seiner Zeit teilte und zu teilen hatte, indem er zwei unermesslich brutale, brutale wie blutige, schmerzhafte und grausame Kriege erlebt und einen Großteils seines Lebens mit den Folgen dieser kämpferischen Auseinandersetzungen geführt hat. Viele Menschen, man ist geneigt zu sagen die schweigende Mehrheit, hat sich mit den Folgen, mit den Ursachen und Wirkungen dieser Kriege nie wirklich auseinander gesetzt. Zu dramatisch, zu traumatisch waren vermutlich die Ereignisse, weshalb eine allgemeine Tabuisierung gewählt wurde. Man könnte sagen, es war ein stillschweigend vereinbartes Schweigen Aller, das nach dem tobenden Orkan der schrecklichen Kriegsjahre für mehrere Jahrzehnte hereinbrach und aufrecht erhalten wurde. Aus heutiger Sicht, mit einigem zeitlichen Abstand betrachet, erscheint diese Strategie durchaus plausibel und nachvollziehbar, auch wenn sie naturgemäß ebensoviel Leid und Trauer, Wut und Verzweiflung ausgelöst hat wie eine reflexive und genaue Aufarbeitung der Ereignisse. Dazu gibt es andere Beispiele von kriegerischen Konflikten, von Genoziden, von Völkermorden und kollektiver Trauer, nach deren Ende manche Gesellschaft zuerst einmal den Mantel des Schweigens ausbreitete. Das Schweigen hat wohl auch positive, reinigende Fuktionen, etwa sich dem Aufbau zerstörter Substanz widmen zu können. Oder wieder Ruhe einkehren zu lassen, denn wie...

Der elegante Rest von Nino ist der Vormärz aus Wien...

 der nino aus wien und natalie ofenböck_ein abgang ohne abgang_ El Niño ist Spanisch und bedeutet wörtlich der Junge, das Christuskind. Wenn man bei uns von El Niño spricht, meint man meist nicht irgendeinen göttlichen Jungen, sondern ein Klimaphänomen, das alle paar Jahre in Südamerika auftritt. Vor der Küste des Pazifiks, genauer gesagt vor Peru, erwärmt sich in der Weihnachtszeit der Ozean. Auf völlig natürliche und beinahe wundersame Weise. Und zwar aufgrund der nachlassenden Passatwinde, die den kalten Humboldstrom zum Versiegen bringen. Weil der Wind ausbleibt, bleibt der kühlende Meeresstrom aus, und deshalb erwärmt sich das Meer. Das wiederum hat zur Folge, dass viele Fische sterben, dass es Unwetter gibt, entlang der Küste von Süd- und auch von Nordamerika. Kein Wunder also, dass peruanische Fischer El Niño verfluchen. Der Name Christuskind hat wohl eher eine ironische Bedeutung, es ist eine Art Witz. Die Weihnachtszeit ist zwar schon vorüber, der Auftritt von Nino in Innsbruck aber eben erst passiert. Oder sollte man sagen über die Bühne gegangen? Im Unterschied zum lästigen Wetterphänomen ist der Nino aus Wien ein äußerst angenehmes musikalisches Phänomen, eine Art positive Ausnahmeerscheinung in der sonst so trost- und witzlosen Bandszene Österreichs. Ja, wird man sagen, ja, es gibt Ja, Panik. Ja, Wanda, ja, Bilderbuch, ja, Vodoo Jürgens, ja, die gibt es alle. Aber. Ja, aber. Es mangelt ihnen allen ein wenig an Witz, an Poesie, an Charme. Mehr oder weniger mangelt es ihnen allen an irgendetwas. Allen. Bis auf einen. Eben der Nino, der einsame, der kleine, der Junge aus der Wiener Vorstadt, der sich mit seinen traurig-lustigen Lieder, die vom Leben und seinen Eskapaden und den bohèmisierten Erfahrungen handeln, spürbar abhebt. Eben dieser Nino macht nun gemeinsame Sache mit einer gewissen Natalie, Natalie Ofenböck, genauer gesagt. Zusammen...

Notizen eines Gedankenlosen – Der Weekender sperrt zu. Wieder einmal...

Gestern habe ich mir Chinese Democracy gekauft. Das ist jenes Album der einstigen Rock´n’Roll-Rotzlöffel von Guns N‘ Roses, dessen Erscheinung über Jahre immer wieder verschoben, verzögert und abgesagt wurde. Irgendwann wurde es der Welt zuviel, und das Interesse an diesen Spielchen ließ bedeutend nach. Guns N‘ Roses verschwanden – zu Recht oder Unrecht – im Meer der Bedeutungslosigkeit. Bis sie 2016 durch eine Comeback-Tournee wieder aufgetaucht sind. Und wir uns an ihrem einstigen Glaz und Ruhm ergötzen und sie sich selbst wiederum ordentlich bereichern dürfen. So weit so gut, so weit so klar, so weit so weit. Ich habe übrigens genau drei Euro hingelegt bei Libro für die CD. Wie das klingt? Weiß ich noch nicht, weil ich noch keine Zeit gehabt habe, mir das anzuhören. Gerade als ich das Album einlegen und abspielen wollte, hat mein Sohn beschlossen, eine spontane Faschingsparty bei uns im Wohnzimmer zu feiern. Man muss dazusagen, für Nichteltern, dass es bei privaten Faschingsfeiern mit vielen kostümierten Kindern im eigenen Wohnzimmer etwas lauter werden kann. Und so war es auch. An Musikhören – ganz egal welchen Albums – war keinesfalls zu denken. Also habe ich mein Smartphone aufgeschlagen, Facebook, die Seite mit den Neuigkeiten der Anderen. Und was springt mir dort entgegen? Ein Hinweis auf Freitag, den 13. und dass dies ein schlechtes Zeichen sei, ja geradezu ein Omen. Schreibt der Gründer und Geschäftsführer des Weekeneder Club Andi ‚Anderson‘ Franzelin. Und kündigt an: Amen. Aus. Ende. Der Weekenderclub soll zusperren. Diesmal fix. Im Mai soll es soweit sein. Nie wieder Konzerte im Keller, nie wieder Fußball Champions League im Industriehallenflair, nie wieder Tratsch und Klatsch, Bussi und Schmus, Fick und Rock und Roll in der Tschamlerstraße. Kann das stimmen? Ich kann es nicht glauben. Noch...

Dem Kaleidoskop der Liebe auf der Spur...

Wo die Liebe hinfällt, kann man dem Gras beim Wachsen zuhören. Zusehen. Die Liebe ist das Schloss zur Einlösung all unserer Wünsche und Träume. Wer im Besitz ihres Schlüssels ist, dem steht der Weg zu einem unermesslichen Königreich offen. Aus Nichts als der bloßen Zauberkraft der Poesie speist sich Ruth Beckermanns origineller wie berührender Liebesfilm Die Geträumten. Darin wird die Geschichte des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan erzählt, die Geschichte einer unerfüllten Liebe. Und zwar eine sehr eindringliche. Der Fortgang des Films wird nicht von Handlung bestimmt, von Schnitten und Bildfolgen im klassischen Sinn, vielmehr steht hier die für sich selbst stehende Kraft der Worte im Mittelpunkt des reduzierten Geschehens. Zwei Protagonisten stehen in einem Tonstudio und lesen sich gegenseitig die gegenseitig verschickten Briefe der beiden Schriftsteller Bachmann und Celan vor, eben der beiden Liebenden der Wörter. Dargestellt oder gelesen wird das Alles authentisch und glaubwürdig von der Musikerin Anja Plaschg alias Soap&Skin und ihrem jungen Schauspielerkollegen Florence Rupp. Ihre Briefliebe, ihr amouröses Unglück, erstreckt sich über den Zeitraum von rund zwanzig Jahren, von Ende der 1940er Jahre quer über die Zeit des sogenannten Wirtschaftswunders der 50er und 60er Jahre. Eine sehr lange Zeit, eien bewegte und eine bewegende Zeit, in der sie sich wohl auch öfters getroffen haben, jedoch werden diese Treffen weder erörtert noch filmisch gezeigt. Die gesamte Dramaturgie des Films dreht sich um den Briefwechsel, was langweilig klingt, aber ungeheuer spannend ist. Allein diese Briefe und die darin aufgezeichneten Worte ergeben so etwas wie eine Dramaturgie, den roten Faden der Handlung. Den feinsinnig und lyrisch gesponnenen Faden der Liebe, könnte man auch sagen. Die Tragik ist, dass es den beiden zeitlebens verwehrt blieb, ihre Liebe in eine tragfähige Bindung, eine auch im Alltag funktionierende Beziehung...